Es regnet leicht und da es nach dem Frühstück immer noch nicht aufgehört hat beschließen wir uns Richtung Fimberpass aufzumachen; - Wir brechen ohne die MTB-Kollegen auf die noch beim Frühstück sind heute aber ohnehin nur bis S-charl fahren wollen- Teilweise ist der Wanderweg zum Pass fahrbar manchmal muss man schieben. Der Vorteil des Schiebens liegt meiner Ansicht nach darin, dass man mehr vom Alpenpanorama mitkriegt als wenn man fährt. Jochen kann hier durch den Einsatz von Klickpedalen einige Teilstücke mehr fahren als ich mit Platformpedalen. Nach ca. einer Stunde kommen wir dann auf dem höchsten Punkt unserer Tour, dem 2680 Metern hoch gelegenen Fimberpass an und es bietet sich ein berauschendes Alpenpanorama und der Blick auf einen Super-Trail der nun folgen wird. Es geht nun hinunter in den Engerdin. Wir fahren über Schneefelder, teilweise muss man hier auch schieben und tragen, durch Flussbetten und über Wege die größtenteils durch die Schneeschmelze im Frühjahr weggespült sind und somit nur noch teilweise vorhanden sind. Hier ist höchste Konzentration angesagt. Kurz nach dem schwersten Stück dieser Abfahrt stürzt erst Jochen und dann ich im leichten Gelände, was uns aber nicht weiter stört und es geht weiter Richtung Alp Chöglias, dann über Griosch und Sent nach Scoul. In Scoul kaufen wir im Supermarkt (Mittagspause ab 12.15 Uhr) noch schnell ein paar Bananen und Äpfel, trinken dann einen Cappuccino im Cafe und machen uns auf den Weg nach S-charl. Es geht erst einmal über Asphalt und Schotter bergauf, dann auf fast gleicher Höhe wellig dahin bis S-charl. Die Ausblicke die sich bieten sind prächtig, leider regnet es ab und zu in Strömen was uns zu kleineren Pausen zwingt. In S-charl angekommen machen wir eine Regenpause im Cafe mit einem wirklich empfehlenswerten Engerdiner Nusskuchen und treffen dort auf eine Vierergruppe Mountainbiker aus Stuttgart die eine organisierte 3-Länder-Tour machen. Wie wir wollen die vier nach St. Maria im Münstertal und wir brechen gemeinsam auf.
Es gibt jetzt eine super Schotterauffahrt nach Alp Astras am Bach entlang und wir setzen uns, obwohl es kaum steil ist, schnell von der Gruppe ab. In Alp Astras angekommen entschließen wir uns auf die Stuttgarter zu warten und nach einer viertel Stunde kommen die ersten zwei an. Die anderen beiden lassen noch auf sich warten und wir kommen weiter ins Gespräch - die zwei sind ganz nett und so vergeht eine weitere halbe Stunde bis die beiden anderen eintrudeln. Grund der doch argen Verspätung ist ein Rahmenbruch bei einem der Zwei - das wundert uns weil seit dem Cafe lockerer Uphill über Schotter auf dem Weg lag. Na ja, wir helfen mit Gaffatape aus und machen uns auf den Weg zum Pass da Costainas. Dort angekommen wartet ein ruppiger Downhill auf uns, gefolgt von einem Wiesentrail, dann Forstwege und schließlich eine Asphaltabfahrt über Lü hinunter nach St Maria im Münstertal. Wir mieten uns hier in der Jugendherberge Chasa Plaz ein die ich wirklich empfehlen kann. Ein sehr gemütlich gelegenes altes Haus mit einem schicken Innenhof zum draußen sitzen. Unser Zimmer ist komplett mit Holz verleidet so dass auch hier Hütten-Feeling aufkommt. Unser Zimmernachbar kommt aus England und Fährt mit einem wirklich schicken Yeti Fully und fährt hier im Gebiet Tagestouren. Heute ist bei der WM Spielpause und wir erkunden die Umgebung, gehen dann Nudeln essen und chillen anschließend auf einer Kuhwiese bis es Dunkel wird. Hinter den Bergen bricht ein starkes Gewitter aus was zu uns rüber zieht, wir hoffen dass sich das bis Morgen verzogen hat. Ab 22.30 Uhr ist in der Herberge Nachtruhe also gehen wir schlafen. Heute war ein super Tag mit gut 2000 hm und 70 km.
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