7.Tag:

Das Hotel Arnica hat ein super Frühstücksbuffet mit reichlich Belägen und auch Kuchen in nettem Ambiente. Die anderen Hotelgäste sind bunt gemischt: wir treffen zwei Extrembergsteiger aus Deutschland, ein in rot gekleidetes italienisches Schicki-Pärchen und eine Reisegruppe aus Tibet(!). In der Garage wo die Fahrräder geparkt sind findet sich noch Kettensägenöl und wir brechen frisch geölt auf. Zuerst geht es leicht talwärts über Asphalt dann steil über Schotter und Wurzeln an einem Wasserfall vorbei hinunter ins Val d´Agola. Hier muss man ab und zu schieben da es rutschig und steil ist. Dann geht es wieder auf einem Forstweg 300 hm bergauf bis wir zum Lago d´Agola kommen - ein wirklich sehenswertes Bergpanorama bietet sich uns wir nutzen hier aber dann doch nicht die Möglichkeit zum baden und machen uns auf. Hier wird es dann richtig steil, schieben ist nicht mehr möglich, wir müssen die Räder tragen.

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Dann wird’s wieder fahrbar und oben am Passo Bregn de l´Ors auf 1848m haben wir den höchsten Punkt der heutigen Tour erreicht. Ab hier geht’s abwärts: zuerst über eine super Schotterabfahrt die in eine kleine, steile, kurvige Nebenstrasse übergeht bis hinab ins Tal. Dann geht’s wieder über Asphalt in brütender Hitze mit Gegenwind bergauf nach Stenico wo wir es gerade noch schaffen die Supermarkt Besitzerin zu überreden noch unserem Einkauf Mittagspause zu machen. Frisch eingedeckt mit Bananen und Pfirsichen machen auch wir dann erst mal Pause, trinken noch einen Cappuccino im Cafe gegenüber und nach einem kurzen Blick auf die Karte geht’s weiter über Ponte Arche nach Dasindo und dann auf einen schmalen Weg durchs Val di Lomasone. Der Weg wird immer schmaler und geht über in einen alten Römerpfad der immer steiler und fast unpassierbar wird. Wir schieben und tragen die Räder durch Wald und Gebüsche - hier war dieses Jahr noch keiner vor uns. Stechmückenschwärme greifen uns an aber nach gut einer halben Stunde sind wir durch und es folgt eine lockere Schotterauffahrt bis zum Plateau auf 960 Meter. Hier reißt Jochen plötzlich noch die Kette, dank mitgeführtem Multitool ist dieses Problem jedoch schnell behoben. Der Gardasee ist jetzt zum Greifen nah und lässt sich durch die Bäume schon erahnen. Wir fahren weiter und Jochen schlägt noch eine Alternativstrecke vor die er von seinen Gardasee-Urlauben kennt. Es ist ein echt übel verbockter Downhill den man eigentlich nicht mit 7 Kilo Gepäck fahren kann. Na ja wir meistern auch noch diese Hürde und kommen über einem Weinberg mit Blick auf Arco und den Gardasee raus. Von hier aus geht’s dann noch gut 400 Meter runter bis Arco und Riva. Teils über Asphalt teils über Trails man kann hier fahren wie man will Hauptsache Richtung Riva. Jochen kennt sich aus, ich fahre ihm immer hinterher. Wir fahren an Strand von Riva lang, hier ist extrem viel Betrieb, es ist fast wie auf einem Trail - wir genießen das Gefühl hart drauf zu sein. Der Campingplatz al Porto in Torbole wo Esther, Micha und Peppi schon seit zwei Tagen campen ist schnell gefunden. Wir sind wieder da ... es ist geschafft, wir auch.

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